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Vanlife – Reisen Reisen Spezial

Wie alles begann

In jungen Jahren war Urlaub in Form von Zelten und Camping für Michael kaum nachvollziehbar. Warum? Aufgrund diverser Erlebnisse auf Festivals: spaßig für ein wildes Wochenende, aber insgesamt stressig und laut. Außerdem hatte Campen im traditionellen Sinn für ihn immer einen spießigen Beigeschmack, was womöglich heute noch vielen so geht. „Vanlife“ klingt da immerhin schon deutlich reizvoller.

Jochens frühe Camping-Erfahrungen waren da nicht unbedingt besser: Als Teenager mit Freunden an der Ostsee beendete eine Sturmnacht des Abenteuer direkt am nächsten Tag. Festival-Erfahrungen gab’s natürlich auch bei Jochen: Wer zuletzt kommt… muss auf der Verkehrsinsel zelten.

Ghost Busters & Free Hugs

Was Campen oder Vanlife auch bedeuten kann, das hat Michael in Neuseeland und in Australien gelernt – trotz skurriler Erlebnisse. Aber sind es nicht letztlich immer die, die am besten in Erinnerung bleiben? Ein eigener Van war damals zu teuer, also fiel die Wahl auf sogenannte „Wicked Campers“. Das sind fancy bis verrückt angesprühte Camper, jeder ein Unikat. Michael hatte einmal den Ghostbusters- und einmal den Free-Hugs-Camper.

Damit ging es dann los – und das charakteristische Freiheitsgefühl stellte sich schon nach wenigen Kilometern ein bis es am Abend seinen Höhepunkt erreichen sollte: Ein Parkplatz direkt am Strand, Meeresrauschen, Sonnenuntergang – und niemand sonst weit und breit. Nur ein Tipp, ein wichtiger: Immer Türen und Fenster schließen, wenn man noch bis tief in die Nacht draußen sitzt, um der Wein- und Sternenlust zu frönen. Michael hat das damals nicht gemacht. Die Moskitos hat’s gefreut. Wie das summende Problemchen gelöst wurde? Ziemlich originell jedenfalls…

Ähnlich unruhig verlief eine Nacht im Free-Hugs-Van. Spät abends in Byron Bay angekommen war neben Begeisterung für den Backpacker-Ort schlechthin vor allem eines am Start: Müdigkeit. Aber da hatten Michael und Begleitung die Rechnung ohne die Besucher*innen des gerade stattfindenden Musikfestivals gemacht.

Man hätte vielleicht absehen können, dass betrunkene Backpacker in Australien recht offen auf einen Van mit der Aufschrift „Free Hugs“ reagieren. Da hilft auch weiter weg Parken nicht allzu viel. Jedenfalls nicht, wenn man den Van so platziert, dass das Licht der Laterne direkt den Schriftzug anleuchtet. Eine Nacht voll an den Camper hämmernder Alkoholisierter, die sich eine Umarmung abholen wollten – und das auch taten – war die logische Konsequenz. Gefolgt von einem Polizisten. Der wollte allerdings keine Umarmung…

Vanlife at its best

Jochen ist kein ganz so passionierter Camper wie Michael, gibt aber trotzdem eine Stimme ab für den vielleicht schönsten Camping-Spot ever. Bei einer Tour durch Namibia fand er sich bei den Sanddünen Sossusvlei wieder – eine Szenerie, wie man sie sich vorstellt, wenn man an Afrika denkt. Dort den Tag zur Nacht werden zu sehen und direkt unter dem Sternenzelt zu schlafen, der Wildnis ganz nahe: ein einmaliges Erlebnis.

Michael ist ein bekennender Balkan-Fan. Auf einer Tour dorthin kam es allerdings, dass er vor allem den Bodensee, den Ammersee und den Mondsee nahe Salzburg besonders gut kennen- und schätzen lernte. Und genau das ist eines der Dinge, die Michael in Sachen Vanlife so sehr schätzt: Der Weg ist das Ziel. Man möchte spontan eine andere Richtung einschlagen oder irgendwo länger bleiben? Go for it – das Ferienhaus ist da, wo man parkt. Das Wetter passt nicht? Dann fährt man eben weiter. Ob und wann man das ursprüngliche Ziel erreicht, sofern es eins gab, ist zweitrangig. Das ursprüngliche Ziel für Michael und seine Family war damals Kroatien. Dort – genauer gesagt in Motuvun, Istrien – wurde dann zwar verhältnismäßig wenig Zeit verbracht, die war aber umso schöner (…nur irgendwann deutlich zu warm).

Das war natürlich längst nicht alles, was Jochen und Michael zu erzählen haben. Außerdem gab’s „Sprachi-Besuch“ von Sport- und Fernsehmoderator Sven Voss, leidenschaftlicher Camper, vorzugsweise in den USA und in Kanada. Da kommt nochmal ordentlich Kopfkino durch die Gehörgänge, inklusive jeder Menge Anreize für die nächste große Reise im Camper, Van, Bulli, Bus – was immer auch das rollende Gefährt Eures Herzens ist.

Michaels & Jochens Vanlife-Tipps

  • 1NITE TENT –  „Couchsurfing für Zelte“. Plätze zum Wildcampen in Deutschland
  • Buchungsplattformen Stadt Land Bus CampingHinterland und My Cabin, auf denen Du Hütten, Stellplätze und Unterkünfte von privaten Anbietern 
  • Für die eher traditionellen Campingplätze gibt’s im Netz tolle Angebote mit Beschreibungnen und Bewertungen beim Adac oder pincamp.de
  • In ganz Europa gibt es auch Popup Camps auf privaten Grundstücken, quasi „wildcampen light“. Da gibt es Seiten wie popupcamps.de oder vansite.eu. Oder Du reist mit Deinem Wohmobil von Restaurant zu Restaurant. Auf der Facebookseite „Wohnmobil Dinner“ findest Du knapp 100 Restaurants, die Du anfahren kannst, um dann in Deinem Wohnmobil zu schnabulieren.
  • Ein tolles Buch für Camping Einsteiger: Camping. Das Große Handbuch von Nele und Lalil Flores, erschienen im frechverlag
  • Noch mehr Vanlife für die Ohren? Hier entlang: theVANtastic podcast und Campermen

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Sponsor dieser Episode ist “Athletic Greens“. Als Hörer*in unseres Podcasts erhältst du zu Deiner Athletic-Greens-Bestellung 10 Travel Packs kostenlos dazu. Das Angebot findest du hier.

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