Melanie Raabe. Kölner Autorin und Journalistin.

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Ihre Jugend hat sie mit Büchern, Theater und Tanz in einer Kleinstadt in NRW verbracht und anschließend in Bochum Literatur und Medienwissenschaft studiert. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher.

Mit Die Falle, einem packenden Thriller, schaffte Melanie 2015 den internationalen Durchbruch. 2016 folgte Die Wahrheit, 2018 dann Der Schatten. Am 27. Dezember 2019 ist Ihr neues Buch erschienen: Die Wälder. Wir können sie alle wärmstens empfehlen!

Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln und produziert dort mit Ihrer Freundin Laura Kampf den Podcast Raabe&Kampf. Außerdem ist Ihr Fiction-Podcast Der Abgrund seit Monaten ganz oben in den iTunes-Charts. Hört unbedingt mal rein!

Da Melanies Bücher in über 20 Ländern veröffentlicht werden, ist sie viel unterwegs. Aber auch zu Hause, in NRW, reist sie gerne. Wir freuen uns sehr, dass wir Melanie zu unseren Freunden zählen dürfen und sie hier, auf unserem Blog, über ihre Lieblingsorte – tief und nicht so tief im Westen – schreibt…


Wie spannend ist es eigentlich da, wo man wohnt?

Ein Beitrag von Melanie Raabe

Dieses Phänomen kennen wir wohl alle: Wenn wir Besuch bekommen, machen wir uns plötzlich Gedanken über den Freizeitwert unserer eigenen Umgebung. Wohin können wir von weit her angereiste Freunde oder Verwandte führen, was für ein Programm können wir ihnen bieten? Irgendwann wurde mir klar, wie lohnenswert es sein kann, die Hotspots in der eigenen Umgebung zu erkunden – auch ohne angereiste Verwandte im Gepäck.

Ziemlich nah: Reisen im Westen Deutschlands

Wer – so wie ich – im Westen Deutschlands zu Hause ist, hat fabelhafte Landschaften (fast) direkt vor der Haustür. Zum Wandern geht’s idealerweise an den Mittelrhein, an die Mosel oder in die Eifel. In den beiden erstgenannten Gebieten gibt’s zudem sensationell guten Wein, nach der Tour in eine Straußwirtschaft einzukehren, lohnt sich absolut.

Verdammt nah: Reisen in NRW

In NRW gibt es gleich mehrere Städte, die für einen Tages- oder Wochenendtrip lohnen. Düsseldorf bietet sich für Fans von Altstadt und -bier oder aber für Powershopper an. Mich hingegen locken vor allem die fantastischen japanischen Restaurants. In den Ruhrgebietsstädten gibt es jede Menge Kunst und Kultur zwischen Tradition und Moderne. Nicht umsonst finden hier beispielsweise die Ruhrtriennale oder das größte europäische Krimifestival Mord am Hellweg statt. Und die alte Hauptstadt Bonn ist ein Paradies für all jene, die sich für die jüngere deutsche Geschichte begeistern.

Näher geht’s nicht: Reisen in Köln

Man ist ja oft sehr eingefahren in seinen Wegen. Dementsprechend gibt es auch in meiner Heimatstadt Köln immer noch Ecken, die ich kaum kenne. Ich habe mich entschieden, häufiger mal Reisende in meiner eigenen Stadt zu sein. Mein Plan ist der folgende: Erst einmal geht’s zum Brunch – und zwar nicht in meiner Lieblingslocation, sondern in einem ganz anderen Viertel, das ich sonst nie besuche. Danach: Kunst gucken. Im Museum Ludwig oder im Wallraf-Richartz-Museum vielleicht. Später dann zum Shopping ins Belgische Viertel. (Eigentlich hasse ich Shopping, aber die vielen kleinen Designer, die hier ansässig sind, mag sogar ich!)

Danach gibt’s eine Stadtwanderung, und schließlich Dinner und Drinks mit touristischem Blick über die Stadt, vielleicht im Neni bzw. in der Monkey Bar im 25hours Hotel. Und dann mit der U-Bahn heim!
Sorry, aber bequemer und nachhaltiger reisen geht nicht!

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