The Land of Opportunity

Michael fragt Jochen zu Beginn der ersten Folge der Reisen Reisen Roadtrip-Trilogie, was für ihn das Lebensgefühl der USA ausmacht. Und schon hier wird klar, dass sich das nicht auf ein Wort herunterbrechen lässt. Für Jochen sind die USA vor allem eins: spannend. Weil dieses riesige Land so unendlich viele Facetten birgt. Von Bilderbuch bis bizarr. Von schönster Natur bis Umweltsauerei. Vieles, aber lang nicht alles ist „great“ im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – eine Floskel übrigens, die zwar völlig overused und deshalb fast schon nervig, aber eben einfach wahr ist.

Hollywood & Co.

Jochen startete seinen Roadtrip mit dem Ziel New York City damals in Kalifornien. Gefühlt wird kein anderer Bundesstaat der USA so oft in Songs erwähnt. Wagen mieten und los ging der Trip of a Lifetime, der ihn erstmal für ein paar Tage an Los Angeles fesselte – im guten Sinne. Einmal alles sehen, was man bislang immer nur in Film und Fernsehen bestaunt hatte: Hollywood und die Hollywood Hills mit dem 137 Meter langen Hollywood Sign. Der Hollywood und der Sunset Boulevard mit dem derzeit fast 2.700 Sterne umfassenden Hollywood Walk of Fame. Das für seine berühmten Bewohner bekannte Beverly Hills. Die Melrose Avenue mit hippen Second-Hand-Boutiquen, kleinen Läden, entspannten Cafés. Santa Monica und der Santa Monica Pier als Spaß- und Flaniermeile. Der Griffith Park, der zum Wandern einlädt und einen großartigen Blick über die Stadt bietet – und möglicherweise auch auf eine Klapperschlange. Und so viel mehr.

Man kann locker eine oder zwei Wochen in L.A. und Umgebung verbringen. Langweilig wird das nicht. Jochen ist Jetlag-bedingt unter anderem sehr früh morgens losgezogen und fand es einmalig zu sehen, wie diese pulsierende, aufregende Stadt langsam erwacht. Michael empfiehlt Santa Barbara nördlich von L.A. und natürlich: Malibu.

Tschüss Realität – Hallo Slab City

Raus aus Los Angeles gen Osten, nächster Stop Niland. Eine Fahrt von drei Stunden, und in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit findet man sich schon mitten in die Wüste wieder, mit Tagestemperaturen von bis zu 50° C. Das ist auch der Grund dafür, dass Jochen sich sehr früh von seiner Übernachtungsmöglichkeit in Niland auf den Weg gemacht hat. Wohin? An einen der vielleicht speziellsten Orte überhaupt: Slab City. Eine Art Kommune für Aussteiger*innen, Künstler*innen, Freigeister mitten im Nichts. Eine gänzlich andere, alternative Art zu leben und deshalb irgendwann auch popkulturell relevant geworden. Dabei nicht zu vergessen: Hier leben Menschen. Einige davon mit bewegenden Lebensgeschichten, die sie an diesen Ort geführt haben. Ein Besuch in Slab City sollte also – im Grunde wie immer – vor allem von Respekt geprägt sein. Dann wartet ein wirklich einmaliges Erlebnis an dessen Ende genau das steht, was den Aufenthalt in Slab City absolut passend beschreibt: „Caution – Reality Ahead“.

Vegas, Baby!

Auf dem Weg von Slab City nach Las Vegas liegt Joshua Tree. Zu diesem ebenfalls fast surrealen Ort gibt es bereits eine ganze Folge und, bescheiden wie wir sind: Wir mögen sie sehr! An dieser Stelle also direkt weiter im Programm, mit der Stadt, die Jochen als „eine einzige Sünde“ beschreibt, und Michael als irgendwie komplett deplatziert wirkend, wie sie so künstlich mitten in der Wüste thront. Grundidee: Kompletter Wahnsinn. Alles, was verführt, sammelt sich in Las Vegas.

Eigentlich eine Umweltschweinerei par excellence. Protz pur. (Zu) laut, (zu) bunt, (zu) absurd, (zu) wild. Und trotzdem müssen Jochen und Michael beide zugeben, dass Vegas ein einziges Abenteuer war. Eines, das in guter, verrückter Erinnerung geblieben ist. Aber klar – mit dem Bewusstsein, das man mittlerweile für das Thema Nachhaltigkeit entwickelt hat, würde man das Ganze heute mit anderen Augen sehen …

Grand Canyon & Monument Valley

Wahrscheinlich noch mit allen Sinnen halb betäubt fuhr Jochen von Vegas weiter zu einer der beeindruckendsten Naturkulissen unseres Planeten: zum Grand Canyon. Eine 450 Kilometer lange und bis zu 1.800 Meter tiefe(!) Schlucht, deren schroffe Sandsteinfelsen je nach Tageszeit und Lichteinfall in verschiendesten Farben schillern. Vor dieser Szenerie zu stehen, führt unweigerlich erstmal zu kompletter Sprachlosigkeit. Unten schlängelt sich der Colorado River entlang, und das tut er teilweise wild genug, um darauf Kanu- und sogar Rafting-Touren zu machen. Wandern, paddeln, staunen und mehr staunen. Damit lässt sich eine ganze Menge Zeit mit Unvergesslichkeit füllen.

Wunderbar daran anschließen lässt es sich in einer Gegend namens Monument Valley mit seinen tatsächlich monumentalen Tafelbergen. So sieht der Wilde Westen aus. Howdy. Wichtig zu wissen: Das Monument Valley liegt innerhalb der „Navajo Nation Reservation“ – das größte Navajo-Reservat der USA. Wie immer, wenn es um geschichtliche Relevanz geht, möchten wir dazu anhalten, seine Fühler auch hierhin auszustrecken, sollte man diesen Ort eines schönen Tages besuchen wollen.

Hören und lesen wir uns beim zweiten Teil der Reisen Reisen Roadtrip-Trilogie? Wir haben schließlich noch eine ordentliche Strecke vor uns! 🙂

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