Dass Joshua Tree für Jochen ein ganz besonderer Ort ist, hört man schon im ersten Satz dieser Folge heraus. Und so geht’s nicht nur Jochen, sondern auch vielen anderen, insbesondere musikalischen und anderweitig kreativen Seelen… Aber von vorn. Joshua Tree, wo ist das eigentlich, und was? Eine Landschaft, eine Stadt, ein Traumland? Ja. Alles davon, irgendwie. Aber um kurz mal ganz korrekt zu sein: Joshua Tree ist ein knapp 4000 km² großer Nationalpark in Südkalifornien nahe Palm Springs, der sich höhenmäßig zwischen 300 und 1700 Metern bewegt. Zwischen Las Vegas und Los Angeles liegend bildet er den Übergang zwischen Mojave- und Colorado Wüste. Benannt ist er nach den außergewöhnlichen Joshua Trees, die fast nur dort wachsen. Es gibt Exemplare, die 900(!) Jahre alt sind. Ein spezieller Baum an einem speziellen Ort..

»Das ist ganz, ganz groß.«

Denkt man an Amerika, poppen da meistens zuerst Bilder großer, bunter, überwältigender Städte auf. Dass die USA mindestens genauso, wenn nicht noch viel eindrucksvollere Naturlandschaften zu bieten hat – daran erinnern einen die riesigen, von Bergketten gesäumten Ebenen, die sich öffnen, wenn man mit dem Auto über eine endlos scheinende Straße in den Park hineinfährt… Bestenfalls ein bis zwei Stunden von Sonnenuntergang, mit »Where The Streets Have No Names« von U2 auf den Ohren. Der Himmel färbt sich von blau zu orange, taucht die Wüste in ein geheimnisvolles Licht. Die markanten Joshua Trees verwandeln sich allmählich zu dunklen, skurrilen Silhouetten. Und wenn die letzten Sonnenstrahlen dann irgendwann ganz verschwunden sind, und es kalt und still wird in der Wüste, während die Straße den warmen Tag noch eine Weile in sich trägt, tut sich ein Himmel auf, der mit seinen ungestört funkelnden Sternen auf schwarzem Grund das nächtliche Gegenstück zur gleißend hellen Wüste mit seinen dunklen Joshua Trees sein könnte…
Da wabert sogar durch Jochens norddeutschen Duktus ein Hauch Romantik. »Das ist ganz, ganz groß.«

Geographie und Musik

Und wieso ausgerechnet U2? Das gleichnamige Album dieser zeitlosen Band ist teilweise in Joshua Tree entstanden – im (musikalisch geschichtsträchtigen) Harmony Motel. Jochen findet, das hört man den Songs an – so wie überhaupt allen Künstlern, die in Joshua Tree Musik gemacht und aufgenommen haben. (Und das waren nicht wenige.)
Wer wissen will, welche Musiker sich hier sonst noch so rumgetrieben und coole Sachen gemacht haben, der schaue und höre und staune hier. Enttäuschung ausgeschlossen.
Es scheint jedenfalls eine besondere, schöpferische Anziehungskraft von diesem vergleichsweise unbekannten Fleckchen Erde im Westen der USA auszugehen.

…und noch mehr Musik

Live-Musik von Open Mic über kleinere Konzerte bis hin zu ‚Spontankonzerten‘ von weltbekannten Acts – der Name Paul McCartney sei an dieser Stelle einfach mal so in den Raum geworfen – gibt’s im Joshua Tree Saloon oder bei Pappy&Harriet’s in Pioneertown. Nicht weit von Joshua Tree findet übrigens eines der angesagtesten, nur leider mittlerweile kaum noch bezahlbaren Festivals der Welt statt: das Coachella. Wem das ohnehin zu fancy ist, der kann vielleicht mit Folgendem wieder mehr anfangen: Ebenfalls in Joshua Tree befindet sich die Rancho De La Luna, ein 1993 gegründetes, privates Musikstudio. Die Queens of the Stone Age haben unter anderem hier ihre Wurzeln. Un wer hat sonst noch so in kalifornischer Wüstenruhe getüftelt? Zum Beispiel Dave Grohl/Foo Fighters, Kurt Vile, ZZ Top, Arctic Monkeys, Iggy Pop, Warpaint and – many – more.

Kunst von der Venus

Was man in Joshua Tree außerdem finden kann ist eine ziemlich wilde Kunstszene. Nicht nur aufgrund der weiten Landschaften und deren inspirierenden Aura. Obendrein gibt es viele Möglichkeiten, mit wenig Geld aus- und unterzukommen. Eines jeden Künstlers Traum. Joshua Tree bietet genügend Raum und Möglichkeiten für ‚kreative Spinnereien‘ aller Art. Ein Must-See? Das Integraton. »The Fusion of Art, Science, and Magic«. Erbaut von George van Tassel (1910-1978). In Auftrag gegeben von Bewohnern der Venus. Ort für Verjüngung, Zeitreisen und Schwerelosigkeit.
Heute werden dort überwiegend ‚heilende Klangbäder‘ angeboten. Laut Aussagen eines Bekannten von Jochen sind die – auch ohne abgefahrene Glaubensansätze – absolut empfehlenswert. Die runde Architektur, die an ein Planetarium erinnert, bietet einen optimalen Klangraum, sodass die Schallwellen tatsächlich »was mit einem machen«.

Mehr als Sand und Bäume

Wüste ist nicht gleich Wüste. Auch hier glänzt Joshua Tree mit einigen Specials, vor allem in Form von über Ewigkeiten hinweg vom Wüstensand geformten, riesigen Felsen. Egal, ob nur ein wenig herumstreunen, wandern oder auch klettern: alles ist möglich. Kleines Tipp-Dropping: Skullrock Formation, Jumbo Rocks, Wonderland of Rocks, Indian Cove, Hidden Valley (Trail).
Was wäre eine Wüstenlandschaft ohne Oase? Joshua Tree hat den Barker Damm. Klein, aber wunderschön. Und natürlich gibt’s auch hier wieder ein Extra, ein ganz besonderes sogar: Kolibris!

Wer sich diese ganz eigene amerikanische Wundertüte dann man von oben anschauen will, kraxelt einmal auf den Aussichtspunkt Keys View. Von dort aus genießt man dann einen atemberaubenden Panoramablick und sieht unter anderem auch das Coachella Valley.
Joshua Tree. Ein auf den ersten Blick unscheinbarer Ort. Und auf den zweiten… magisch, geheimnisvoll, vielseitig, musisch, frei, wild, inspirierend und voller unerwarteter Besonderheiten. Egal, zu welcher Jahreszeit, egal mit welcher Intention, egal für wie lange. Dem Zauber von Joshua Tree kann sich keiner entziehen.


Wissenswertes, Kurioses & co.

  • In Joshua Tree gibt es eine Kakteenart namens Cylindropuntia fulgida a.k.a. ‚Jumping Cacti‘. Schon durch leichte Erschütterungen lösen sich dornige Ballen und bleiben im ungünstigsten Fall in der Haut stecken. Obacht!
  • Der Raum, in dem die Country-Legende Gram Parsons im Alter von 27 Jahren gestorben ist, kann besichtigt und gebucht werden. Room 8 – Joshua Tree Inn
  • Der niederländische Fotograf Anton Corbijn ist einer der bedeutendsten Portrait-Fotografen der Gegenwart. Vor seiner Linse standen diverse große Künstler jeder Fasson. Auch U2 in Joshua Tree.
  • Nicht vergessen, insbesondere wenn man im Winter nach Joshua Tree reist und/oder auf einem der vielen Campingplätze nächtigen möchte: in der Wüste kann es nachts sehr kalt werden!
  • Musik Musik Musik: Natürlich gibt es zu dieser Folge eine Spotify Playlist von uns!

Werbung:

Unser Partner für diese Folge: Vodafone hat ein brandneues Angebot. Für Euer Festnetz gibt es jetzt GigaCable-Max. Das ist das erste Festnetz-Angebot von Vodafone, in dem alles auf einmal drin ist: Für dauerhaft günstige 39,99 Euro bekommt ihr ein Speed-Versprechen, ein Preis-Versprechen und ein Service- Versprechen. Keine Preissprünge in der Zukunft und immer maximale Geschwindigkeit zuhause. Das bedeutet, dass ihr so schnell surft, wie es mit Vodafone bei euch zuhause möglich ist – mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde. Mehr dazu auf  vodafone.de/gigacable oder in deinem Vodafone-Shop um die Ecke.

Link:

<script class=“podigee-podcast-player“ src=“https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js“ data-configuration=“https://podcast964434.podigee.io/54-neue-episode/embed?context=external&token=Dfp-oojqTxsHBysYXTyoCg“></script>

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here