Allgäu – Die Definition von Schönheit?

Das Allgäu ist kein Geheimtipp mehr. Trotzdem wird es als Reiseziel niemals an Anziehungskraft verlieren. Woran das liegt? Ganz klar: an seiner unfassbaren Schönheit, für die man fast schon ein neues Wort erfinden müsste. Schneebedeckte Bergpanoramen, tiefe, verschlafene Täler, traditionelle Alben, urige Städtchen, märchenhafte Wäldchen, endlos viele Seen, Flüsse, Wasserfälle, saftig grüne Wiesen, bunte Wildblumen. Und über all dem oft stahlblauer Himmel.

Ein Paradies für jedermensch

So bekannt das Allgäu ist, so unerschöpflich ist es auch: Man kann immer wieder Neues entdecken. Michael war in den vergangenen drei Jahren zwei Mal dort – und weitere Male werden sicher folgen. Das Allgäu kann jeden glücklich machen, sowohl die, die sich bewegen und aktiv sein wollen, als auch jene, die Ruhe und Entspannung suchen. Entschleunigung wurde mal zum Unwort des Jahres gewählt. Wenn man vom Allgäu spricht, trifft allerdings kaum ein anderes so sehr zu. Egal, ob als Familie, Paar, Gruppe von Freunden oder allein – jeder findet seinen Platz. Die optimale Reisezeit: Frühjahr oder Herbst.

Magie, Tradition, Natur

Eins von Michaels Highlights: Die Breitachklamm bei Oberstdorf im südlichen Allgäu. Mit 150 Metern ist sie die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas! Über Stege und Brücken streift man durch unwirkliche Szenerien, umgeben von uraltem Gestein. Unter den Füßen stets rauschendes Wasser, das immer wieder kleine Regenbögen in die Luft zaubert. Während das Zusammenspiel von tiefen Schluchten und Wasser im Sommer für eine angenehme Kühle sorgt, hängen im Winter mächtige Eiszapfen vom Gestein herab und verwandeln die Klamm in eine magische Märchenkulisse. Michaels Tipp: früh morgens hin. Und im Winter unbedingt die Fackel-Nachtwanderung mitnehmen!

Auch einen Besuch wert: die Peters-Alb/Peter´s Älpele bei Oberstdorf. Vom Parkplatz der Fellhornbahn im Rappenalptal aus ist man zu Fuß innerhalb von etwa drei Stunden dort und wird nicht nur mit einem wunderschönen Ausblick (auch während der Wanderung selbst!) belohnt… Von April bis Oktober wird die malerische Bilderbuch-Alb bewirtet: Kuchen, Käse, (Butter-)Milch. Alles selbstgemacht, frisch und mehr als bio.

„Was ist, wenn ich stolper?“ – „Du stolperst nicht.“

Wem das an Aktivität noch nicht reicht, der findet im Allgäu auch Wanderwege für Fortgeschrittene. Oder… man macht’s wie Michael und rennt durch den Schnee ins Nichts hinein, um dann ungefähr 40 Minuten lang 2000 Meter ins Tal zu gleiten. Paragliding! Hörte sich jetzt auch gefährlicher an, als es ist (sagt Michi). Normalerweise muss man nämlich nicht selber rennen. Michael war einfach zu groß. Aber seine Bedenken konnten schnell besänftigt werden… Die Reisen Reisen Version von: What if I fall? – Oh, but my darling, what if you fly? Hach…

Michaels Erlebnis unter’m Gleitschirm hätte perfekter wohl nicht laufen.. also.. fliegen können: sanfter Start, sanfte Landung, unbegreiflich schöne Aussichten, und zwischendurch in Begleitung eines Adlers! Wow.

Käse und Knödel und Käse und Knödel

In Klischees steckt immer auch ein Fünkchen Wahrheit. Im Allgäu gibt es Kühe. Viele Kühe. Und damit auch Käse. Viel Käse. Die Allgäuer Käsestraße eignet sich perfekt zum Entdecken alter Sennerein und Höfe. Hier und da kann man sogar bei der Käseherstellung zusehen, oder selbst mitmischen!
Und sonst so? Hausmannskost! (Käse-)Spätzle, Schupfnudeln, Schnitzel. Vor allem aber: Knödel. In allen denkbaren und undenkbaren Variationen. Michael mag Knödel. Wer auch Knödel mag, und Käse, ist im Allgäu mehr als richtig.

Magische Orte

Nicht weit von der Allgäuer Käsestraße entfernt liegt das historische Städtchen Wangen. Alte Kirchen, Kapellen und Klöster, verwinkelte Gassen, Kopfsteinpflaster, Torbögen, kleine Brunnen. Als wäre man in der Zeit zurückgereist. Wangen ist unbedingt einen Abstecher wert!

Wieder abseits der Stadt lautet Michaels ultimativer Spezial-Geheimtipp, auf den er selbst nur durch Zufall gestoßen ist: Der Geratser Wasserfall bei Oy. Klingt schon ganz verzaubert! Mitten in einem kleinen Wäldchen taucht plötzlich ein ganz einzigartiger Wasserfall auf, der aus dem Zusammentreffen zweier Bachläufe entsteht.

Kein Wunder, dass Oy-Mittelberg als Kraftort gilt. Schamanen, Kräuterhexen, Heiler. Aber auch: Zen-Buddhisten und Mönche. Im Buddha-Haus etwa werden diverse Seminare angeboten, um ganz ohne Esoterik, abseits städtischer Hektik wieder ein wenig zu sich zu finden. Jochen liebäugelt bereits mit dem zweiwöchigen Schweigeseminar.

Noch’n Tipp.

Weitere Tipps von Michael: Der Albspitz bei Nesselwang– 1575 Meter hoch und eigentlich ein Skigebiet. Dank Sommerrodelbahn und – wie nahezu überall im Allgäu – großartigen Wandermöglichkeiten ist der Albspitz auch in den warmen Monaten absolut empfehlenswert.
Wer innerhalb Deutschlands die absolute Abgeschiedenheit sucht, dem sei eine Nacht im Sportheim Böck bei Nesselwang ans Herz gelegt. Klingt irgendwie nach Trainingslager mit PVC-Boden und Gemeinschaftsschlafsälen, aber das ist gleichzeitig das, was wohl am wenigsten auf die schicken, komfortablen Lodges zutrifft. Am Nachmittag fahren alle Angestellten mit der Bergbahn ins Tal. Bis zum Morgen ist man vollkommen allein. Das alles hat natürlich seinen Preis. Für einen besonderen Ausflug zu zweit lohnt der sich allerdings auch.
Und zu guter Letzt: Der Alpsee in Bühl bei Immenstadt. Ein großer Natursee, wie man ihn sich schöner nicht ausmalen könnte. Der perfekte Ort für absolute Entspannung.


Wissenswertes, Kurioses & co.

  • Das Allgäu ist kein fest umrissenes Gebiet, das geographisch fest eingegrenzt werden kann. Es grenzt an Österreich und die Schweiz, hat seine größte Fläche in Bayern, reicht aber auch bis in baden-württembergische Gebiete hinein.
  • ‚Nonnafürzle‘ – so heißen kleine, in Schmalz gebackene Teigknödel. Eine beliebte Allgäuer Süßspeise. Ebenso, wie die ‚Versoffenen Jungfern‘: frittierte, in Most oder Wein getränkte Teigsstücke.
  • König Ludwig II. Otto Friedrich Wilhelm von Wittelsbach war äußerst menschenscheu. Das atemberaubende Schloss Neuschwanstein bei Füssen ließ er nur für sich errichten. Mit extrem extravaganten Details, die seiner Zeit weit voraus waren.
  • In Ofterschwang gibt es eine Eisdiele, die neben den klassischen Sorten auch Berg-Käse-Eis anbietet. Allgäu und Käse – die nehmen das wirklich ernst!

Kehrseiten

  • Schloss Neuschwanstein: ein typischer Fall von ‚Opfer der eigenen Schönheit‘. Absurd viele Touristen aus aller Welt pilgern täglich(!) dorthin. Für die Füssener ist das teilweise extrem belastend. Und auch die prächtige Atmosphäre des Schlosses leidet unter den nicht enden wollenden Touristenströmen.
    Michaels Tipp: An Touren teilnehmen, die etwas weitläufiger um das Schloss herumführen. Die werden oft von Einheimischen angeboten. So erfährt man (in Ruhe) viel über das Bauwerk selbst, und auch über den überaus interessanten Menschen, der König Ludwig II. gewesen ist

Übrigens!

Am Mittwoch, den 26. Februar gibt’s Reisen Reisen LIVE zusammen mit dem großartigen Jürgen Domian in der Kulturkirche Nippes! Vielleicht gibt’s auch die ein oder andere Überraschung… wer weiß, wer weiß 🙂 Ein paar Tickets gibt’s noch! Hier zum Beispiel.


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