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Ostfriesland & Niederlande

Diese Folge ist mit freundlicher Unterstützung vom Columbus Travel Magazine entstanden.

Dollard-Routen-Radeln – „Doppeldaumen hoch!“

Ostfriesland

Michael hat dort Urlaub gemacht, wo Jochen herkommt: im Norden. Genauer gesagt: in Ostfriesland. Am ersten Tag hat er sich dort aufs Rad geschwungen – und dabei unverschämtes Glück gehabt, denn es war fast windstill. Wenn es das nicht ist, sollte man – Profi-Tipp – sein Ziel flexibel Richtung Rückenwind planen. Michael konnte jedenfalls die Route nehmen, die er sich vorgenommen hatte: ein Stück des Dollard-Radwegs. Insgesamt misst der ca. 300 Kilometer und führt sozusagen „einmal rund um den Dollard“ – sogar bis in die Niederlande hinein.

Passend für „den Dietz“ ging es in Ditzum los, und dabei ist die beschauliche Hafenstadt schon ein erster kleiner Geheimtipp. Einmal mit Krabbenbrötchen-Antrieb losgeradelt war dann schnell klar, was Sache ist: Schafe, Kühe und unendlich viel saftiges Grün, zwischendurch wunderschöne Alleen. Der erste Stop war dann Dyksterhusen. Dort sollte einst eine Bohrinsel gebaut werden. Fertiggestellt wurde sie nie. Heute dient sie als eine Art Aussichtsplattform, die einen einmaligen Blick über das Watt bietet. Einfach loslassen, durchatmen, Ruhe genießen.

Groninger Land

Und dann gings auch schon über die Grenze – völlig unbemerkt. Denn erstmal sieht alles gleich aus: grün, Schafe, Watt… bis man in den nächsten Ort gelangt, und das war in Michaels Fall der niederländische Kurort Bad Nieuweschans. „Das sieht direkt komplett anders aus, die haben einfach einen anderen Stil zu bauen, irgendwie offener, bunter, kleiner“, findet Michi.

Keine dreißig Radelminuten entfernt liegt dann Nieuw Statenzijl. Hier gibts mindestens drei Mal was zu gucken: erstens die Schleuse, zweitens das zur Interaktion einladende Kunstwerk „Waaiboei“ von Martin Borchert und drittens die Vogelbeobachtungsstätte „Kiekkaaste“ – macht allein schon architektonisch was her. Ein schmaler Holzpfad führt durch raschelndes, hohes Schilf und nach ein paar wenigen Stufen eröffnet sich dann eine einmalige Aussicht…

Vom echten Strand zum unechten, wenn man so will: Blauwestad. 2005 ist dieser Ort entstanden, indem ein 800 Hektar großes Loch ausgehoben und mit Wasser gefüllt wurde. So geht proaktiv, könnte man sagen. Auf dem künstlich geschaffenen Gewässer kann man heute sogar gemütlich herumschippern – je nach Geldbeutel mit Bötchen oder Yacht. Ähnlich siehts jenseits des Wassers aus: Je nach Gegend reichen die Gebäude des Dorfs von bodenständig bis luxuriös. In jedem Fall ist Blauwestad ein spannender Ort, der einen Abstecher wert ist!

Über die mit 800 Metern längste Fahrradbrücke Europas, die Pieter-Smit-Brug, ist Blauwestad mit Winschoten verbunden. Winschoten wird auch „die Rose der Region“ genannt – und das nicht umsonst. Auch Michael findet: Eine wirklich schöne Stadt, sehenswert, charmante Häuschen, schöne Cafés, alles, was das Reiseherz begehrt.

Gestärkt durch ein frittiertes Automaten-Ei, vor allem aber durch eine eins a Groningen Senfsuppe hat Michael dann noch Halt in Termunterzijl gemacht, und als Reisen-Reisen-Geschichtsprofessor erklärt er euch nur zu gern, warum es dort besonders imposante Höfe zu bestaunen gibt…

Pilsum, Dornum, Leer

„Der Außerfriesische“

Wo so sehr von seiner Heimat, dem Norden Deutschlands geschwärmt wird, muss natürlich auch Jochen etwas beisteuern. Deswegen nun eine ganz besondere ostfriesische Perle! Es geht nach Pilsum, genauer gesagt: zum Pilsumer Lechtturm. Der ist allein deswegen ein echter Hingucker und Wahrzeichen Ostfrieslands, weil er so ganz anders aussieht als andere Leuchttürme. Rot-gelb-gestreift strahlt er einem schon aus der Ferne entgegen. Und für noch etwas ist der Turm, der dem Ausspruch „klein aber oho“ alle Ehre macht, bekannt. Der winzig kleine Ottifant, der am Turm zu finden ist, verrät worum, oder viel mehr: um wen es geht: Otto Waalkes. Im Film „Otto – der Außerfriesische“ hat er in diesem Leuchtturm gewohnt. Ob „Otto-mane“ oder nicht: Der Pilsumer Leuchtturm ist ein einmaliges Ausflugsziel!

Dornum

Bevor Michael wieder übernimmt, empfiehlt Jochen noch die Dornumer Teestube für top Torten und original Ostfriesentee. Authentisch ostfriesisch, unprätentiös, ultimativ lecker. Und wir bleiben in Dornum, denn Michael hat es ebenfalls dorthin verschlagen. Abgesehen vom wirklich schönen historischen Stadtkern schwärmt Michael insbesondere von dem Ort, an dem er übernachtet hat: dem wunderschönen Wilrathshof. Mit seinem originellen Konzept – schlafen im Heu oder in kleinen Hütten im „tierischen Garten“ – und magischen Momenten im Abendlicht hat es der Wilrathshof sogar in Michaels all-time Reise-Lieblinge geschafft! Und das will was heißen.

Leer

Leer hat es Michael so richtig angetan. Für ihn repräsentiert das kleine Städtchen Norddeutschland wie er es sich vorstellt. Langsam und beschaulich auf die schönste Weise. Eine kleine Flaniermeile am Wasser, eine pittoreske Altstadt, charmante Teestuben und Lädchen. Besonders positiv im Gedächtnis geblieben ist ihm die Rösterei Baum und das Antikcafé, in dem er sich bei bestem Wetter ein Stück sahnigste Ostfriesentorte in Begleitung eines Ostfriesentees gegönnt hat. Wie hätte diese Reise besser enden können?

Und auch die Folge endet mit einem ganz besonderen Schmankerl: Die gebürtig aus Leer stammende junge Autorin Sylvie Gühmann (Fettnäpfchenführer Ostfriesland & Die junge Frau und das Meer) verrät euch in einer kurzen Sprachnachricht, was ihr in Leer keinesfalls verpassen solltet. In diesem Sinne: Moin!

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Diese Podcast-Produktion wurde unterstützt durch das das grenzübergreifende INTERREG V A-Projekt Watten-Agenda 2.0. Das Projekt Watten-Agenda 2.0 wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung sowie der Provinzen Fryslân und Groningen kofinanziert. Die Watten-Agenda wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Ems-Dollart-Region (EDR).

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