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Antwerpen – Diamant Belgiens

Ein Wochenende in Antwerpen

Die Idee hatte Jochen im Januar 2020. Gedacht, getan. Ganz spontan, ohne viel zu planen. Was sich als großes Glück herausstellen sollte. Binnen drei Tagen hat es Antwerpen, diese spannende und bildschöne Stadt in Belgien geschafft, Jochens Wintertief in ein Hoch zu verwandeln. Von Köln aus dauert es keine drei Stunden bis man ankommt. Und zack! – Schon das erste Highlight. Der Antwerpener Bahnhof ist monumental. Zweifellos einer der schönsten Bahnhöfe auf der Welt. Zu Recht wird er auch „Bahnhofs-Kathedrale“ genannt.

„Tetris mit roten Steinen und Glasklötzen“

Viele möchten im schönen historischen Zentrum übernachten. Die Spontanität des Trips führte Jochen allerdings zunächst (und zum Glück) aus dem Zentrum heraus – ins Hafenviertel Eilandje. Eine tolle Alternative zur Innenstadt, weniger touristisch, ruhiger, direkt am Wasser, mit einer architektonischen Mischung, die einem in Antwerpen oft begegnet: „typisch belgische“ Altbauten einerseits, hochmoderne Gebäude und umfunktionierte Fabrikbauten andererseits.

Ein unübersehbarer Blickfang: Das Museum aan de Stroom, kurz MAS. Eloquent wie immer findet Jochen die angesichts der Bilder durchaus passende Beschreibung: „Wie Tetris mit roten Steinen und Glasklötzen.“ Kommt hin. In jedem Stockwerk gibt’s was anderes zu besichtigen und selbst wenn das Museum geschlossen hat, bleibt das Dach geöffnet, für einen eindrucksvollen Blick über Antwerpen, der noch mehr Lust auf’s Erkunden macht.

„Das Ding muss stehen“ oder Jochen im Frittenhimmel

Antwerpen hat eine hohe Dichte an Sternerestaurants. Michael war auch schonmal dort und kann für einen besonderen kulinarischen Abend wärmstens das „The Jane“ empfehlen, ein Restaurant, das in die Kathedrale eines alten Militäkrankenhauses hineingebaut wurde. Jap – das sieht so abgefahren aus wie es klingt. Denn auch hier fügen sich – absolut harmonisch – neue, moderne Bauelemente in die alte Kulisse ein. Außerdem toll: Regionale, nachhaltige und natürlich extrem leckere Küche mit Zutaten, die zum Teil auf der Dachterrasse angebaut werden. Mit zwei Sternen darf sich The Jane schmücken. Gute Musik gibt’s gratis dazu – der Chefkoch Nick Bril ist nämlich auch ein bekannter belgischer DJ.

Gewohnt bodenständig war Jochen hingegen auf der Suche nach: Pommes! Auch daran kommt man in Belgien natürlich nicht vorbei. Jochen hat natürlich einen ganz besonderen Pommes-Spot aufgespürt: Das Fries Atlier. Pommes mit Kimchi, Pulled Pork oder Trüffelmayo, Croquettes mit Shrimps, Rindfleisch oder Käse und weitere originelle Variationen warten dort darauf, weggeschmatzt zu werden. Die Hauptsache, was die goldgelben Kartoffelstäbchen angeht: „Das Ding muss stehen.“ Und die Pommes taten, wie ihnen gehießen, allerdings auch in weniger fancy Etablissements.

Ein 100 Meter langer Diamant

Seit Jahrhunderten ist Antwerpen als Diamantenstadt bekannt. Warum also nicht ein riesiges Bauwerk errichten, das wie ein solcher aussieht und zugleich – passend zum Standort und zur Hafenstadt Antwerpern – an ein Schiff erinnert? Das Port House oder Havenhuis beweist erneut: Traditionell und hochmodern können eine wunderbare Beziehung miteinander eingehen. Bei der weltbekannten Architektin Zaha Hadid, die 2016, im Jahr der Fertigstellung des Havenhuis, leider und viel zu früh verstarb, war das auch nicht anders zu erwarten. Das Port House ist zweifellos eines der signifikantesten Markenzeichen der Stadt. Führungen gibt es auch. Aber schon der Anblick von außen macht nahezu sprachlos.

Die Altstadt

In der Altstadt findet man endlich auch das, was man sich von belgischen Altstädten erhofft: Verwinkelte Gässchen, Kopfsteinpflaster, wunderschöne Altbauten, kleine, charmante Lädchen. Natürlich auch eine Fußgängerzone. Und: Das Haus, in dem der einer der ganz großen Meister lebte: der Maler Peter Paul Rubens. Jochen war dort und kann einen Besuch wärmstens empfehlen. Viele Werke des Malers hängen auch in der ebenfalls sehr sehenswerten Liebfrauenkathedrale.

Ganz in der Nähe des Rubenshuis: „The Chocolate Line“, eine Chocolaterie der Extraklasse. Der aus Brügge stammende und sehr erfolgreiche Chocolatier Dominique Persoone ist bekannt für seine abgefahrenen „Shock“-oladen-Kreationen. In The Chocolate Line findet man unter anderem Pralinen mit Bacon („Miss Piggy“) und Cannabis („Chill-Pill“). Außerdem: Leuchtende Farben und außergewöhnliche Formen. Ein Fest für Gaumen und Augen. Was die Altstadt sonst noch so zu bieten hat? Jochen weiß es.

„Kanaal“ – Wahrgewordene Utopie

Nach so viel geballter Schönheit stand Jochen der Sinn nach ein bisschen Normalität. Also rein in die Straßenbahn und raus aus dem Stadtkern. Am Albert-Kanal in Wijnegem fand sich Jochen in einer vergleichsweise unscheinbare Ecke Antwerpens wieder – bis irgendwann Lagerhallen mit großen Silos und Schornsteinen direkt am Kanal auftauchten, aber nicht auf eine unschöne oder bedrohliche Weise. In den Gebäuden der ehemaligen Malzfabrik hat der belgische Kunsthändler und Innenarchitekt Axel Vervoordt „ein Idealquartier, das Kunst und Leben vereint – und den Rückzug ins Besondere zelebriert“ namens „Kanaal“ geschaffen. Das ist so spektakulär wie es klingt. Unbedingt hin da, sagt Jochen! Obwohl das mit „Normalität“ nicht mehr viel zu tun hat – im besten Sinne.

Der perfekte Kurztrip

– Den hatte Jochen in Antwerpen gewiss. Kulinarisch, kulturell, architektonisch(!) – die flämische Metropole hat all das und mehr. Wie so oft raten Michael und Jochen dazu, nicht unbedingt in der Hauptsaison nach Antwerpen zu reisen – dann kann es dort nämlich ziemlich überlaufen sein. Jochen war wie erwähnt im Januar da und bereut nichts. Antwerpen ist ein Geschenk für jedermensch und alle Sinne. Hört rein für noch mehr Tipps und Eindrücke, und wenn Ihr mögt, was Ihr hört, lest und seht, folgt uns gern auf Instagram, Facebook und YouTube 🙂

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