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Unna Lichtmuseum

Ruhrgebiet

Diese Folge entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Ruhr Tourismus GmbH sowie im Rahmen des Förderprojektes REACT-EU durch EU und Land NRW.

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Da kommt was auf uns zu!

Das Ruhrgebiet, der größte Ballungsraum Deutschlands, ist eine enorm facettenreiche Region und als Reiseziel so viel spannender als manch eine*r zunächst denken mag. DuisburgEssenBochum und Dortmund sind die wohl bekanntesten Städte der Region. Überall dort waren Michael und Jochen unterwegs. Doch auch drumherum und dazwischen gibt es en masse zu entdecken! Das Ruhrgebiet wird binnen der nächsten Jahren zu den beliebtesten Reisezielen weltweit zählen – da sind Jochen und Michael sich sicher. Here’s why:

Dortmund

Hier hat Jochen sechs Jahre lang gelebt. Ein besonders schönes Viertel und ideal, um sich einfach treiben zu lassen und umherzuschlendern, ist das Kreuzviertel. Viele Altbauten, gemütliche Cafés und Restaurants, hippe Concept-Stores – das Kreuzviertel ist das Trendviertel Dortmunds und entsprechend beliebt.

Zu Fuß gerade mal etwa 15 Minuten entfernt liegt das Westfahlenstadion bzw. der Signal Iduna Park. Fußball ist ein großes Thema im Ruhrgebiet. Die Stimmung an einem Spieltag ist, findet Jochen, einfach was ganz besonderes. Auf dem Weg noch ein kühles Getränk an einer Trinkhalle holen und dann diese einmalige Stimmung im Stadion eintauchen – perfekt.

Köln hat Büdchen, Berlin hat Spätis und das Ruhrgebiet hat Trinkhallen! Die gehören fest zur regionalen Identität. Es gibt sogar einen Tag der Trinkhallen!

Oberhausen

Der Gasometer in Oberhausen ist Industriedenkmal, Veranstaltungsort und Ausstellungsfläche in einem. Ein gläserner Panorama-Fahrstuhl fährt bis unters das Dach. Wer will, kann auch natürlich auch „ein paar“ Stufen bis nach oben laufen. Aus 117 Metern Höhe lässt sich dann ein sagenhafter Blick über das Ruhrgebiet genießen.

Aktuell ist im Gasometer eine Ausstellung mit dem wunderschönen Namen „Das zerbrechliche Paradies“ zu sehen. Kürzlich wurde sie um ein ganzes Jahr, also bis Herbst 2023, verlängert. Die Ausstellung zieht sich über mehrere Stockwerke und zeigt unter anderem riesige Aufnahmen unserer Erde – ihrer unbegreiflichen Schönheit, aber eben auch ihrer Fragilität. Zeitgemäßer und bedeutsamer könnte eine Ausstellung nicht sein. Dass sie ausgerechnet im Ruhrgebiet zu sehen ist, macht angesichts der Entwicklung und des Strukturwandels, den die Region so unübersehbar durchlaufen hat und immer noch durchläuft, einfach absolut Sinn.

Besonders fasziniert war Jochen – und nicht nur er – von der großen, scheinbar schwebenden Weltkugel, auf die hochaufgelöste Satellitenbilder projiziert werden. „Man sollte sich diese Ausstellung wirklich anschauen“, findet Jochen.

Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“, Gasometer Oberhausen

Duisburg

Die Küppersmühle hat es Jochen besonders angetan. Sie liegt direkt am Wasser im lebhaften Duisburger Innenhafen. Einst ein Getreidespeicher ist die Küppersmühle heute ein namenhaftes Museum für moderne Kunst. Wie auch im Gasometer Oberhausen wurde die Geschichte des Bauwerks voller Respekt mit in die Gegenwart genommen. Moderne Architektur und große, cleane Ausstellungsräume treffen auf denkmalgeschützte Backsteinfassaden und alte, feinsinnig „aufgearbeitete“ Getreidesilos. Im positivsten Sinne entsteht so eine ganz eigentümliche Harmonie und Atmosphäre.

Besonders gefallen hat Jochen, wie die mitunter ausgestellten Gemälde passend zu den Räumlichkeiten und ihrer Weitläufigkeit gewählt wurden. So gab es etwa ein Bild, das aus vielen „Farbklecksen“ bestand. Doch je weiter man sich entfernte, desto mehr entstand der Eindruck einer Stadtaufnahme von oben.

Dynamik, Wandel, Perspektivwechsel, eine stimmige Symbiose zwischen Damals und Heute – die Küppersmühle verkörpert, was das Ruhrgebiet so speziell, so „edgy“ und unverwechselbar macht.

TIGER & TURTLE UND LANDSCHAFTSPARK NORD

Einen abgefahrenen Anblick bietet die begehbare Skulptur „Tiger & Turtle“ von Heike Mutter und Ulrich Genth. Das 2011 errichtete Kunstwerk befindet sich auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Angerpark und ist – ganz offensichtlich – einer Achterbahn nachempfunden.

Im Dunkeln ist die Skulptur dank knapp 900 LEDs besonders schön anzusehen. Die Namensgebung verweist auf die Themen Geschwindigkeit (Tiger) und Stillstand (Schildkröte) – visualisiert durch eine (vermeintlichen) Achterbahn, die entgegen aller Erwartungen nicht schnell ist. Ein formvollendeter Denkanstoß zum Thema „Höher, Schneller, Weiter“.

Tiger & Turtle – Magic Mountain“ von Heike Mutter und Ulrich Genth Duisburg Ruhrgebiet

Ein weiterer Tipp: der Landschaftspark Duisburg Nord, eine surreal anmutende Abenteuerwelt zum Entdecken auf einer Fläche von 180 Hektar. Monumentale Stahl- und Backsteinbauten, alte Industriehallen, Hochöfen und mehr. Den Hochofen 5 kann man sogar besteigen. Außerdem werden verschiedenste, themenspezifische Führungen durch den Landschaftspark angeboten – sogar bei Nacht! Auf dem Gelände des Landschaftsparks finden häufig unterschiedlichste kulturelle Veranstaltungen statt – vom kleinen Markt über Feste und Konzerte bis hin zu großen Festivals.

Bochum

In Bochum Ehrenfeld steht eines der schönsten Theater Deutschlands: ein Klinkerbau aus den 50er Jahren mit riesiger Fensterfront, die schon von außen einen Blick auf die edlen roten Teppiche gewährt. Bei Nacht leuchtet die gesamte Front in warmen Gelb und oben strahlt in weißen Lettern: Schauspielhaus Bochum. Was für ein Anblick!

Im Schauspielhaus gibt es viele verschiedene Säle für Veranstaltungsformate jeder Art und Größe – Theaterstücke von klassisch bis modern, Lesungen, Konzerte und mehr. Auch außerhalb des Schauspielhauses, an besonderen, manchmal auch ungewöhnlichen Orten richtet das Schauspielhaus hin und wieder Veranstaltungen aus.

Auch Ehrenfeld selbst kann sich mit hübschen kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés sehen lassen. Im Fräulein Coffea wurde Michaels Gourmet-Gaumen nicht nur mit einem vorzüglichen Rote-Beete-Salat verwöhnt, sonder auch – #vierteMahlzeit – mit einer himmlischen veganen Donauwelle.

Schauspielhaus Bochum Ruhrgebiet

BOCHUM – GALAKTISCH GUT

Bochum ist sozusagen richtig dicke mit dem Universum – Heinz Kaminski sei Dank. Der 1921 in Bochum geborene Astronom hat 1946 eine Sternwarte in Bochum gegründet. Und was für eine. Es war die einzige Sternwarte in ganz Europa, die Signale des sowjetischen Erdsatelliten Sputnik1 empfangen hat! Außerdem war Bochum mit seiner Sternwarte, die Funkkontakt zur Apollo-11-Mission hatte, sogar bei der Mondlandung 1969 dabei. Bochum und die NASA – it’s a match!

Wo wir schonmal im Reich der Sterne sind: Das Planetarium Bochum ist das bestbesuchte Planetarium in ganz Europa. Bestaunen lässt sich darin eine exakte Wiedergabe des Weltalls. Das Planetarium arbeitet sogar mit der ESA, der Europäischen Weltraumorganisation zusammen. Ausflüge in die unfassbaren Weiten und Geheimnisse des Universums für Groß und Klein – Michael war aufrichtig begeistert.

Um wortwörtlich wieder auf (und gewissermaßen „in“) den Boden zu kommen: Wer sich für die Geschichte des Bergbaus interessiert, findet in Bochum – noch so ein irrer Superlativ – das weltgrößte Bergbaumuseum.

Witten

Es ist wohl nicht das erste, woran man beim Namen „Ruhrgebiet“ denkt, aber hier lässt es sich durchaus auch ganz wunderbar radeln, zum Beispiel auf dem Ruhrtal-Radweg, und wandern, zum Beispiel durch das malerische Muttental in Witten. Auch einen Bergbauwanderweg gibt es dort.

Bestens als Zwischenstopp während einer schönen Rad- oder Wandertour geeignet ist die Zeche Nachtigall – ein Industrie-Museum mit Ziegelei, Bergwerk und Steinbruch. Hier nahm der Bergbau im Ruhrgebiet vor über 300 Jahren seinen Anfang. Den Stollen kann man sogar im Rahmen einer Führung begehen, so lässt sich Geschichte wirklich hautnah erleben. Und danach? Lecker Käffchen und Kuchen im Café des Museums „Auf Nachtigall“!

Ein weiterer Tipp für Radler*innen, Wandersleute und Ausflügler aller Art: Wetter an der Ruhr – ein hübscher Ort direkt am Harkortsee, einem Ruhrstausee, gelegen. Die Burg Wetter auf der einen Seite des Sees und das das Wasserschloss Werdringen (Hagen) auf der anderen Seite sind in dieser Gegend besonders tolle Ausflugsziele oder Zwischenstopps.

Hattingen

„Super süß“ ist sowas, was Jochen nicht so super oft sagt. Wenn er es also sagt, dann hat es was zu bedeuten. Die Altstadt Hattingens findet Jochen jedenfalls eben genau so: super süß. Grund dafür sind die vielen, urigen Fachwerkhäuschen. Vor allem am Abend bieten die kleinen Straßen im Schein der warmen Lichter, die aus den alten Häusern schimmern, einen hinreißenden Anblick.

#EssenEssen: Super lecker gespeist hat Jochen in Hattingen im familiengeführten Restaurant Diergardt. Erst wurde eine Art Fusionsküche serviert. Pho meets Ruhrgebiet, was in dem Falle hieß: Pho mit Gänse-Dim-Sum und Buchenpilzen. Danach gab’s allerlei Zartes aus dem Meer. Kann sich durchaus sehen lassen – und schmecken auch, so Jochens eindeutiges Experten-Urteil.

Essen

Über das absolute Must-See Zeche Zollverein haben wir bereits in unserer Folge NRW Outdoors ausführlich berichtet – hört (oder lest) dort gern mal rein, denn für Jochen ist die Zeche Zollverein ein absolutes Must-See und Highlight im Ruhrgebiet und darüber hinaus.

In die Highlights reiht sich außerdem ein: das Museum Volkwang – ein großer Name in der Kunst. Hier werden oder wurden unter anderem Werke von Monet, Gauguin, Van Gogh, Picasso, Dalí, Munch, Nolde und Chagall ausgestellt. Auch die Folkwang Universität der Künste lädt übrigens regelmäßig zu sehenswerten Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Gestaltung, Tanz und Musik ein.

Ein Tipp für Fans von guten Filmen und atemberaubenden Kulissen: Die Lichtburg in Essen ist Deutschlands größter Filmpalast. Wie bereits festgestellt: Das Ruhrgebiet geizt nicht mit Superlativen – absolut gerechtfertigt.

Unna mit Sabine Heinrich

Sabine Heinrich gehört gewissermaßen zur Reisen-Reisen-Family. In unserer Folge Frauenreisen hat die durch und durch sympathische Journalistin, Moderatorin und Autorin mit uns über ihre Abenteuerlust gesprochen. Sabine Heinrich kommt aus dem Ruhrgebiet. Wir wären also schön blöd gewesen, wenn wir sie nicht nach ihren top Tipps gefragt hätten. Hier sind sie:

Klassiker: Pommes essen auf Zeche Zollverein (Essen), ein Dosenbier trinken auf’m Tetraeder (Bottrop) und knutschen im gläsernen Fahrstuhl das Gasometers (Oberhausen).

Special: In ihrer Heimatstadt Unna gibt es das Zentrum für Internationale Lichtkunst. Schon von weitem lockt ein Schornstein, auf dem eine mysteriöse Zahlenfolge als blaue Leuchtstoffröhren zu lesen ist: 1–1–2–3–5–8–13. Was es damit wohl auf sich hat? Im ZfIL kann man unter anderem durch ein leuchtendes Heinrich-Heine-Zitat gehen und Licht durch viele Räume hindurch auf ganz neue, faszinierende Weise kennenlernen. Und danach geht’s noch auf einen Drink ins Schalander.

Danke Sabine – das klingt großartig!

Noch mehr Inspiration + nützliche Infos…

…für euren Trip durchs Ruhrgebiet findet ihr auf:

www.ruhrkunstmuseen.com
www.ruhrbuehnen.de
www.route-industriekultur.ruhr
www.ruhrkulturcard.de „35 Museen, 11 Theater, 5 Festivals, eine Karte!“

Reisen Reisen – der Podcast gibt’s auch auf Instagram und Facebook, neuerdings sogar kulinarisch! Monatlich erscheint außerdem unser kostenloses, mit viel (Reise-)Liebe zusammengestelltes Newsletter-Magazin. Wir freuen uns über fleißiges Abonnieren! 🙂


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